Energie aus Bioabfällen

23.09.2013

Die vom Gesetzgeber geforderte getrennte Erfassung von Bioabfällen wirft ihre Schatten voraus. Bereits im Mai fand im Landkreis Göppingen eine Bürgerbefragung zum Thema Biotonne statt. Ergänzend dazu wurde der Hausmüll über ein Jahr hinweg analysiert, um heraus zu finden, wie viele organische Abfälle noch in der grauen Tonne stecken.

Um weitere Entscheidungsgrundlagen hinsichtlich der Verwertung der Bioabfälle zu erarbeiten, trat eine Gruppe von 16 KreisrätInnen, zusammen mit Landrat Wolff und Vertretern des Abfallwirtschaftsbetriebs die Reise zur neuen Bioabfallvergärungsanlage des Rems-Murr-Kreises in Backnang an. Dort wird nicht alleine die klassische Kompostierung praktiziert, sondern eine sogenannte „Kaskadennutzung“ der Bioabfälle. Das bedeutet, dass zunächst eine Vergärung der zerkleinerten Abfälle stattfindet. Dabei entsteht Biogas, welches zur Stromerzeugung genutzt wird. Die beim Betrieb anfallende Wärme dient überwiegend zur Klärschlammtrocknung bei der benachbarten Kläranlage. Nach der Nutzung des Energiegehalts werden die organischen Abfälle zu Qualitätskompost weiterverarbeitet, der durch seinen Gehalt an Humusstoffen zu einer nachhaltigen Bodenverbesserung führt. Außerdem entsteht beim Prozess Flüssigdünger.

Diese Art der qualifizierten biologischen Behandlung sahen die KreisrätInnen auch für den Landkreis Göppingen als wegweisend an.

zurück

http://www.awb-gp.de/