Kreistag beschließt neues Sammel- und Gebührenkonzept 2022

Jetzt ist es amtlich: Mit großer Mehrheit  hat der Kreistag am 22.03.2019 die Richtungsentscheidung zu einer umfassenden Neugestaltung des Sammel- und Gebührenkonzeptes im Landkreis Göppingen zum 01.01.2022 beschlossen. Ziel des neuen Konzeptes ist es, die Restmüllmengen um rund 30 % zu reduzieren, nutzerfreundliche Entsorgungsangebote zu schaffen und dabei die Gebührenhöhe möglichst zu senken.

Folgende Eckpunkte wurden im Einzelnen festgelegt:

1. Einführung eines Identifikationssystems mit elektronischem Chip an den Restmülltonnen,

2. Vorgabe von 10 Mindest-Leerungen pro Jahr für Restmüll,

3. Einführung eines 60 l-Restmüllbehälters,

4. Behältergestellung durch den Abfallwirtschaftsbetrieb,

5. Umstellung der Jahresgebühr auf Nutzungseinheiten,

6. Beibehaltung der Haushaltsveranlagung,

7. Beibehaltung des Biobeutels sofern Sammelmengen auf jährlich 25 kg/Einwohner gesteigert werden,

8. Beibehaltung der fünf Grünschnittsammlungen im Jahr,

9. Beibehaltung des gelben Sackes; sofern dieser stabiler wird, werden ab 01.01.2022 auch Dosen darin gesammelt,

10. Ausbau der Papiersammlung mittels Papiertonnen,

11. Ausschluss von Elektro-Kleingeräten bei der Elektrosammlung,

12. Kostenlose Sperrmüllabgabe auf den 3 Wertstoffzentren mit Sperrmüllkarte.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises wird in den kommenden Monaten weitere Details zur Konzeptanpassung erarbeiten. Im Oktober wird der Umwelt- und Verkehrsausschuss darüber beraten und die Ausschreibungsinhalte beschließen. Erste Maßnahmen könnten bereits vor dem Jahr 2022 umgesetzt werden. So muss beispielsweise die gesammelte Menge an Küchenabfällen schon im laufenden Jahr steigen, um das Sammelziel für 2022 zu erreichen. Weitere Auswirkungen auf die Gebührenzahlerinnen und -zahler finden Sie hier.

https://www.awb-gp.de/