Fragenkatalog zum Tonnentausch ab dem Jahr 2022

 

Warum wird ein neues Sammel- und Gebührensystem eingeführt?

Das neue System soll zu Abfallreduzierung und Ressourcenschonung beitragen. In den Restmülltonnen befinden sich immer noch über 60 Prozent Wertstoffe wie z.B. Bioabfälle, Verpackungsabfälle, Glas und Papier. Für diese Wertstoffe besteht eine Trennpflicht. Daher dürfen sie nicht in die Restmülltonne geworfen werden. Durch das konsequente Trennen der Wertstoffe von den Restabfällen und die Nutzung der Biobeutel wird es den allermeisten Haushalten und Arbeitsstätten möglich sein, eine kleinere Tonne zu nutzen. Der AWB hat deshalb in der Tonnenumfrage, die im März verschickt wird, den Haushalten und Arbeitsstätten die jeweils nächst kleinere Tonnengröße empfohlen.

Durch den elektronischen Chip, mit dem die Tonnenleerungen gezählt werden, haben die Nutzer eine deutlich höhere Flexibilität. Die Restmüllsammlung wird weiterhin alle 14 Tage durchgeführt. Gezahlt wird aber nur bei einer erfolgten Tonnenleerung. Künftig können, je nach dem tatsächlichen Restmüllaufkommen, bis zu 26 Leerungen pro Jahr individuell in Anspruch genommen werden. Zehn Mindestleerungen sind jedoch in jedem Fall zu bezahlen. Dadurch beeinflusst jeder Haushalt und jede Arbeitsstätte die Höhe der zu zahlenden Abfallgebühr selbst. Wer weniger Leerungen in Anspruch nimmt, bzw. eine kleinere Restmülltonne nutzt, kann seine Abfallgebühren stabil halten oder sogar reduzieren. Bei gleichbleibender Tonnengröße und unveränderter Leerungsanzahl steigt die Leerungsgebühr gegenüber den Vorjahren erheblich.

zurück zum Seitenanfang 

Warum wird eine Tonnenumfrage bei den Haushalten und Arbeitsstätten durchgeführt?

Ab dem Jahr 2022 wird ein neues Sammel- und Gebührenkonzept im Landkreis Göppingen eingeführt. Wesentliche Änderungen sind u.a., dass künftig der AWB die Restmülltonnen stellt, kleinere 60 Liter Restmülltonnen zusätzlich zu den bisherigen Tonnengrößen angeboten werden und die Zählung der Leerungen mit einem elektronischen Chip an der Tonne erfolgt. Bei der Umfrage hat jeder Haushalt und jede Arbeitsstätte die Möglichkeit, nach seinen Bedürfnissen die Tonnengröße zu wählen. Die Tonnen inkl. elektronischem Chip werden vom Abfallwirtschaftsbetrieb kostenlos geliefert und zur Nutzung bereitgestellt. Die Umfrage ist möglichst einfach gestaltet. Jedem Haushalt und jeder Arbeitsstätte wird die nächst kleinere Restmülltonnengröße vorgeschlagen, da diese bei konsequenter Abfalltrennung für die allermeisten Haushalte und Arbeitsstätten ausreicht. Wer mit diesem Vorschlag einverstanden ist, muss nichts weiter veranlassen und bekommt die Tonne im Herbst automatisch geliefert. Sollte eine andere Tonnengröße gewünscht werden, kann dies einfach und schnell online über die Internetadresse www.myawb.de erledigt werden. Die Zugangsdaten finden Sie auf den zugesandten Umfrage-Unterlagen. Alternativ ist auch die Rücksendung des vollständig ausgefüllten Antwortformulars mit dem beigefügten Rückumschlag per Post möglich.

zurück zum Seitenanfang 

Welche Tonnengröße brauche ich?

Bei konsequenter Umsetzung der Trennpflicht für die Wertstoffe und Abfälle kann bei Ein-Personen-Haushalten mit einem wöchentlichen Restmüllvolumen von ca. 11,5 Liter gerechnet werden. Bei größeren Haushalten lässt sich das Pro-Kopf-Aufkommen sogar auf sechs Liter pro Woche reduzieren.

Den allermeisten Haushalten und Arbeitsstätten müsste daher eine 60-Liter-Restmülltonne ausreichen, weswegen wir eine solche in der Umfrage in der Regel empfehlen. 

Das Müllfahrzeug kommt wie gewohnt alle 14 Tage vorbei, um die Restmülltonnen zu leeren. Wenn Sie Ihre Tonne nicht jedes Mal zur Leerung bereitstellen oder eine kleinere Restmülltonne wählen, können Sie die Abfallgebühren stabil halten oder diese reduzieren. Bitte berücksichtigen Sie bei der Wahl der Tonnengröße, dass beispielsweise Bioabfälle, Verpackungsabfälle und Papier nicht in der Restmülltonne entsorgt werden dürfen. Sammelsystem für die Küchenabfälle ist der Biobeutel. Abfalltrennhilfe

Ab dem Jahr 2021 erhält jeder Haushalt und jede Arbeitsstätte ein Jahreskontingent von 60 Biobeuteln mit jeweils 15 Liter Volumen ohne zusätzliche Gebühr. Den Gutschein für die Biobeutel erhalten Sie immer mit dem Jahresgebührenbescheid.

Bei einem kurzzeitigen höheren Restmüllanfall können ab dem Jahr 2022 Mehrbedarfssäcke mit einem Volumen von 30 Liter erworben werden. Diese gibt es direkt beim AWB sowie auf den Wertstoffzentren in Göppingen und Geislingen. Die gefüllten Mehrbedarfssäcke können bei der Restmüllabfuhr zusätzlich zur Tonne bereitgestellt werden.

zurück zum Seitenanfang 

Warum habe ich keine Umfrage-Unterlagen erhalten?

Alle Haushalte und Arbeitsstätten, die zum Zeitpunkt der Umfrageerstellung (Ende Februar 2021) zur Abfallgebühr veranlagt waren, haben per Post Umfrage-Unterlagen erhalten. Bewohner von Wohnanlagen mit 1.100-Liter-Tonne(n) erhalten keine eigenen Unterlagen. Diese gehen an die Hausverwaltungen.

zurück zum Seitenanfang 

Warum gibt es neue Restmülltonnen?

Es gibt mehrere Gründe weshalb neue Restmülltonnen notwendig sind:

  • Erstmalige Einführung von kleineren Restmüllbehältern mit 60 Liter Volumen,
  • viele der derzeit genutzten Tonnen sind schon mehrere Jahrzehnte alt und haben keine Aufnahmevorrichtung für den elektronischen Chip
  • viele Restmülltonnen sind aufgrund der jahrzehntelangen Benutzung nicht mehr in technisch einwandfreien Zustand.

Die neuen Tonnen sind zu 95 Prozent aus recyceltem Material gefertigt. Die bisherigen, nicht mehr benötigten Restmülltonnen werden Anfang des Jahres 2022 abgeholt und ebenfalls zur Herstellung neuer Tonnen verwendet.

zurück zum Seitenanfang 

Kann ich meine alte Tonne weiter zur Restmüllentsorgung nutzen?

Sie können Ihre alte Tonne unter bestimmten Bedingungen weiter nutzen. Voraussetzung ist, dass Ihre Restmülltonne eine genormte Vorrichtung für die Aufnahme eines elektronischen Chips (Tonnen ab dem Produktionsjahr 1998) hat und in einem technisch einwandfreien Zustand ist. Falls Ihre eigene bisherige Restmülltonne diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie diese weiternutzen und uns dies unter www.myawb.de oder mit dem beigefügten Rückmeldeformular per Post mitteilen. Die Nachbechippung wird nach Terminankündigung bei Ihnen vor Ort stattfinden. Die Anbringung des Chips erfolgt auf Risiko des Tonneneigentümers. Beachten Sie dabei, dass die Weiternutzung der 120 Liter bzw. der 240 Liter Tonne gegenüber den Vorjahren zu deutlich höheren Abfallgebühren führen kann. Wir empfehlen Ihnen deshalb, wie im Umfrageanschreiben vorgeschlagen, die nächst kleinere Tonnengröße zu wählen und zu nutzen. In den allermeisten Fällen ist dies die 60 Liter Tonne.

zurück zum Seitenanfang 

Welche Tonnengrößen gibt es zukünftig?

Die Restmülltonnen wird es in den Größen 60 Liter, 120 Liter und 240 Liter geben. Weiterhin können in größeren Wohnanlagen 1.100 Liter Tonnen verwendet werden.

So sieht die 60-Liter-Tonne aus:

  

60 l Tonne: Innenmaße ca. 50 x 35 x 35 cm, Außenmaße ca. 95 x 45 x 52 cm, mit 2 Rollen
120 l Tonne: Innenmaße ca. 85 x 40 x 40 cm, Außenmaße ca. 95 x 48 x 56 cm, mit 2 Rollen
240 l Tonne: Innenmaße ca. 90 x 60 x 50 cm, Außenmaße ca. 100 x 58 x 73 cm, mit 2 Rollen

Große Arbeitsstätten können zukünftig auch eine 1.100 Tonne nutzen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass nur die Entsorgung von hausmüllähnlichem Gewerbeabfall zulässig ist. Die Entsorgung von anderen Abfallfraktionen, wie beispielsweise Bioabfällen, Verpackungsabfälle und Papier ist unzulässig. Der Restmüll wird auf eventuelle Fehlwürfe entsprechend überprüft.

zurück zum Seitenanfang 

Warum haben alle neuen Tonnen einen elektronischen Chip?Chip

Bisher wird die Leerungsgebühr nach dem Volumen der Restmülltonnen und einem festen Leerungsturnus berechnet. Durch den elektronischen Chip kann jeder Haushalt und jede Arbeitsstätte je nach Abfallaufkommen die Abfuhren ohne festen Leerungsturnus frei wählen. Das Restmüllfahrzeug kommt alle 14 Tage vorbei. Unabhängig von der Anzahl der tatsächlichen Leerungen werden jedoch mindestens 10 Leerungen pro Jahr und Tonne berechnet.

 

  zurück zum Seitenanfang 

Gibt es auch weiterhin Müllmarken oder Banderolen zu kaufen?

Nein. Gebührenmarken und Banderolen sind ab dem Jahr 2022 nicht mehr erhältlich. Sollte das Volumen der Restmülltonne bis zur nächsten Leerung einmal nicht ausreichen, kann man sich die offiziellen AWB-Mehrbedarfssäcke mit einem Volumen von 30 Liter kaufen. Diese gibt es beim AWB sowie auf den Wertstoffzentren in Göppingen und Geislingen. Die gefüllten Säcke können bei der Restmüllabfuhr zusätzlich zur Tonne bereitgestellt werden.

zurück zum Seitenanfang 

Wann werden die neuen Tonnen ausgeliefert, und ab wann können diese benutzt werden?

Von Oktober bis Anfang Dezember 2021 werden die neuen Tonnen verteilt. Die Verteilung erfolgt durch eine vom AWB beauftragte Firma. Sobald die genauen Daten der Verteilung feststehen, werden wir Ihnen die Termine und Informationen bekannt geben. Hierfür erhalten Sie frühzeitig eine schriftliche Information über den zeitlichen und organisatorischen Ablauf der Neugestellung der Tonnen.

Auf den Tonnen befinden sich bei der Verteilung zwei Aufkleber.

Der Aufkleber auf dem Deckel enthält neben der Adresse auch den Namen des Gebührenschuldners und dient im Rahmen der Erstverteilung der eindeutigen Zuordnung des Behälters zum jeweiligen Haushalt oder Arbeitsstätte. Er ist nur für die Auslieferung wichtig, damit Sie Ihre richtige Tonne finden. Er kann entfernt werden, nachdem die Tonne bei seinem rechtmäßigen Nutzer ist.

Auf dem zweiten Aufkleber seitlich am Rumpf sind Abfallfraktion, Behältervolumen, Aufstelldatum sowie die Behälternummer als Klartext und Strichcode angebracht. Die Adresse sowie der Name sind jeweils nur anhand des Strichcodes identifizierbar. Dieser Aufkleber darf nicht entfernt werden. An diesem Aufkleber kann man die Tonne anhand der Nummer auch später noch identifizieren. Sie sollten sich die Tonnennummer daher notieren und können Ihre Tonne anderweitig kennzeichnen z.B. mit einem individuellen Aufkleber.

Ab dem 3. Januar 2022 werden nur noch Tonnen mit elektronischem Chip geleert.

zurück zum Seitenanfang 
 

Welche Daten sind auf dem Chip gespeichert? 

Am Tag der Auslieferung werden die Tonnen dem jeweiligen elektronischen Chip zugeordnet. Jeder Chip besitzt eine weltweit einmalige Seriennummer. Es werden keine personenbezogenen Daten auf dem Chip gespeichert. Lediglich der Abfallwirtschaftsbetrieb kann die einmalige Seriennummer dem jeweiligen Gebührenschuldner zuordnen. Dadurch gewährleisten wir im höchsten Maße den Datenschutz.

zurück zum Seitenanfang 

Was ändert sich bei der Abfuhr?

Das Müllfahrzeug kommt wie gewohnt alle 14 Tage vorbei, um die Restmülltonnen zu leeren. Wenn Sie Ihre Tonne nicht jedes Mal zur Leerung bereitstellen, können Sie die Abfallgebühren entsprechend reduzieren. Dabei ist zu beachten, dass in jedem Fall zehn Mindestleerungen pro Jahr berechnet werden.

Wenn Sie einen Leerungstermin nicht nutzen möchten, achten Sie darauf, dass die Tonne nicht am Straßenrand bereitsteht. Die Müllwerker sind angewiesen, jede Tonne, die am Straßenrand steht, gebührenpflichtig zu leeren - unabhängig wie voll sie ist.

zurück zum Seitenanfang 

Wie kann ich Gebühren sparen?

Die Abfallgebühr setzt sich aus der personenbezogenen Jahresgebühr und der Leerungsgebühr zusammen. Die Jahresgebühr richtet sich nach der Anzahl der in Ihrem Haushalt mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen bzw. nach Mitarbeiterzahl der Arbeitsstätte. Die Leerungsgebühr ist abhängig von der Größe Ihrer Tonne und der Anzahl der erfolgten Leerungen. Zehn Mindestleerungen pro Jahr müssen ab dem Jahr 2022 auf jeden Fall gezahlt werden. Wenn Sie die Restmülltonne häufiger als zehn Mal jährlich bereitstellen, erhöht jede zusätzliche Leerung Ihre Abfallgebühr.

Da die Leerungsgebühren für Restmüll ab dem 01.01.2022 pro Leerung erhoben werden, kann durch die Wahl einer möglichst kleinen Tonne und das seltenere Bereitstellen der Restmülltonne die Gebühren stabil gehalten oder reduziert werden (Achtung! Zehn Leerungen pro Jahr sind in jedem Fall zu zahlen).

Wer weniger Leerungen in Anspruch nimmt, bzw. eine kleinere Restmülltonne nutzt, kann seine Abfallgebühren stabil halten oder sogar reduzieren. Bei gleichbleibender Tonnengröße und unveränderter Leerungsanzahl steigt die Leerungsgebühr gegenüber den Vorjahren erheblich.

zurück zum Seitenanfang 

Was ist eine Müllgemeinschaft?

Vor allem in Mehrfamilienhäusern können sich Nachbarn zu Müllgemeinschaften zusammenschließen. Dann nutzen mehrere Haushalte/Arbeitsstätten eine gemeinsame Restmülltonne. Sie können sich ebenso mit Nachbarn eines angrenzenden Grundstücks zusammenschließen. Jeder Haushalt zahlt weiterhin seine Jahresgebühr. Die Leerungsgebühr allerdings zahlt nur ein Haushalt, der die Gebühr auf die anderen Mitglieder der Müllgemeinschaft entsprechend umlegt. Diese Regelung gilt auch für Arbeitsstätten. Folgende Müllgemeinschaften sind möglich:

  • 120 Liter Restmüllbehälter mit zwei Haushalten/Arbeitsstätten
  • 240 Liter Restmüllbehälter bis zu vier Haushalten/Arbeitsstätten

Bei einer 60 Liter Tonne ist keine Müllgemeinschaft möglich, da jeder Haushalt und jede Arbeitsstätte ein Mindestbehältervolumen von 60 Liter vorhalten muss.

Eine Müllgemeinschaft kann online über www.myawb.de mit dem auf den Unterlagen aufgedruckten Code oder mit dem beigefügten Antwortformular per Post beantragt werden. Der Antragsteller bekommt den Gebührenbescheid für die Leerungsgebühr und muss diese Gebühren in voller Höhe zahlen. Die Verrechnung der Leerungsgebühren mit den restlichen Mitgliedern der Müllgemeinschaft muss er selbst auf eigenes Risiko vornehmen. Sobald der Bescheidempfänger für die Leerungsgebühren umzieht, endet die Müllgemeinschaft.

zurück zum Seitenanfang 

Wie ist der Zeitplan der Umstellung zum neuen Sammel- und Gebührensystem?

Tonnenumfrage:  5. März bis 25. April 2021

Verteilung der neuen Tonnen:  zwischen Oktober und Dezember 2021

Nachbechippung alter Tonnen:  zwischen Oktober und Dezember 2021

Start Leerung der Tonnen mit elektronischem Chip: ab 3. Januar 2022

Einsammlung der bisherigen Tonnen:  Januar und Februar 2022

zurück zum Seitenanfang 

Was passiert mit meiner bisher genutzten Tonne?

Die bisherigen Restmülltonnen müssen noch bis Ende 2021 benutzt werden, da erst zum 01.01.2022 der Systemwechsel von der bisherigen Gebührenmarke auf den neuen elektronischen Chip erfolgt. Sollten Sie für Ihre bisher genutzte Tonne keine Verwendung mehr haben, holen wir diese bei Ihnen Anfang des Jahres 2022 kostenlos ab. Die Termine hierfür geben wir im Dezember 2021 bekannt.

zurück zum Seitenanfang 

Ich möchte im Jahr 2022 eine größere oder kleinere Tonne haben - was kann ich tun (Tonnenwechsel)?

Sie können den Wechsel der Tonnengröße jederzeit beauftragen. Nur noch im Jahr 2022 ist pro Haushalt bzw. Arbeitsstätte ein kostenloser Tonnentausch möglich.

Der Wechsel der Tonnengröße kann ab dem Jahr 2022 online über www.myawb.de mit dem auf dem Gebührenbescheid aufgedruckten Code oder schriftlich beantragt werden.

zurück zum Seitenanfang 

Wie hoch sind 2022 die Abfallgebühren?

Die Abfallgebühren bestehen weiterhin aus der Jahresgebühr und der Leerungsgebühr. Wie bisher ist die Jahresgebühr abhängig von der Anzahl der in Ihrem Haushalt mit Hauptwohnsitz gemeldeten Personen bzw. der Mitarbeiterzahl der Arbeitsstätte. Neu ab dem Jahr 2022 ist, dass die Leerungsgebühr von der Anzahl der tatsächlich erfolgten Leerungen abhängt (elektronische Zählung). Pro Jahr werden unabhängig von der Anzahl der tatsächlichen Leerungen mindestens zehn Leerungen Ihrer Restmülltonne pro Jahr berechnet. Die abschließende Endabrechnung der Leerungsgebühren erfolgt im Folgejahr.

Zur Orientierung dienen die voraussichtlichen Abfallgebühren für das Jahr 2022:

voraussichtliche Jahresgebühren 2022

Haushaltsgröße

Jahresgebühr

1-Personenhaushalt

49,20 Euro

Zwei- oder Drei-Personenhaushalt

78,60 Euro

Vier- und Mehrpersonenhaushalt

90,60 Euro

 

Größe der Arbeitsstätte

Jahresgebühr

1-Personenarbeitsstätte

49,20 Euro

Mehrpersonenarbeitsstätte

90,60 Euro

 

voraussichtliche Leerungsgebühren 2022

Tonnengröße

Gebühren für zehn Mindestleerungen

Gebühr je weitere Leerung

   60 Liter Tonne

  38,00 Euro

  3,80 Euro

  120 Liter Tonne

  76,00 Euro

  7,60 Euro

  240 Liter Tonne

152,00 Euro

15,20 Euro

1.100 Liter Tonne

696,00 Euro

69,60 Euro

In den Abfallgebühren sind 60 Biobeutel mit einem Volumen von je 15 Liter enthalten. Der Gutschein wird mit dem Jahresgebührenbescheid verschickt.

Die endgültigen Abfallgebühren für das Jahr 2022 werden im Herbst 2021 vom Kreistag beschlossen. 

zurück zum Seitenanfang 

 

Warum steigen gegenüber den Vorjahren die Leerungsgebühren bei gleicher Tonnengröße und gleicher Leerungsanzahl?

Durch die Einführung der 60 Liter Tonne verteilen sich die Aufwendungen der Abfallwirtschaft im Landkreis Göppingen neu. Wer Abfälle vermeidet und konsequent die Wertstoffe von den Restabfällen trennt, kann ab dem Jahr 2022 eine kleinere, kostengünstigere Tonne nutzen. Haushalte und Arbeitsstätten mit einem höheren Restmüllaufkommen, die eine größere Tonne brauchen, müssen künftig höhere Abfallgebühren zahlen.

Ziel der Systemänderung ist es, das jährliche Restmüllaufkommen in den nächsten Jahren von ca. 200 kg pro Person auf unter 100 kg pro Person zu halbieren. Das erreichen schon eine Reihe von Landkreisen in Baden-Württemberg. Durch die Nutzung der 60 Liter Tonne und die konsequente Umsetzung der gesetzlichen Trennpflicht von Abfällen und Wertstoffen, insbesondere die Nutzung des Biobeutels, tragen die Haushalte und Arbeitsstätten wesentlich zu dieser Zielerreichung bei. So lassen sich Ihre Abfallgebühren gegenüber den Vorjahren stabil halten oder sogar reduzieren.

Weniger Restmüllaufkommen oder die Benutzung einer kleineren Mülltonne bedeutet nicht zwangsläufig, dass insgesamt weniger Aufwendungen auf die Gebührenzahler umzulegen wären. Die Gesamtabfallmenge, also die Summe aus Restmüll und Wertstoffen wird sich auch zukünftig voraussichtlich nicht groß ändern. Vieles, was bisher in der Restmülltonne gelandet ist, muss nun verstärkt entsprechend den gesetzlichen Vorgaben einer Verwertung zugeführt werden.

Die Finanzierung aller abfallwirtschaftlichen Leistungen, wie beispielsweise die Restmüllerfassung und -beseitigung, Sperrmüllabfuhr, die Bioabfallsammlung und -verwertung sowie die Wertstoffhöfe und Grüngutplätze erfolgt über die Abfallgebühren. Durch die Systemumstellung ändert sich der Leistungsumfang nicht viel. Bei der Sperrmüllabfuhr wird die Abholmenge ab dem Jahr 2022 sogar auf vier Kubikmeter verdoppelt.

zurück zum Seitenanfang 

 

Kann ich mit einem Nebenwohnsitz im Landkreis Göppingen die Restmüllabfuhr nutzen?

Personen, die ausschließlich mit Nebenwohnsitz im Landkreis Göppingen gemeldet sind, werden nicht zur Abfallgebühr veranlagt. Solche Personen können sich die offiziellen AWB-Mehrbedarfssäcke mit einem Volumen von 30 Litern kaufen. Diese gibt es beim AWB sowie auf den Wertstoffzentren in Göppingen und Geislingen. Die gefüllten Säcke können bei der Restmüllabfuhr bereitgestellt werden.

zurück zum Seitenanfang 

 

Haben noch weitere Fragen, Anregungen oder Kritik?

Rufen Sie uns bitte an, mailen, faxen oder schreiben Sie uns. Wir geben Ihnen gerne Auskunft und sind Ihnen bei der Lösung Ihrer Abfallprobleme behilflich. 

Telefon: 07161 202 8888, E-Mail: gebuehren@awb-gp.de, Fax:  07161 202 7779

zurück zum Seitenanfang 

https://www.awb-gp.de/