Flüchtlinge helfen auf Wertstoffsammelstellen

Gemeinnützige Beschäftigung soll Integration fördern

23.11.2017

Seit einigen Monaten betreibt der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises nicht nur das Wertstoffzentrum (WSZ) am Müllheizkraftwerk mit eigenem Personal, sondern auch das Wertstoffzentrum in der Großeislinger Straße in Göppingen und das Wertstoffzentrum in Geislingen. Seitdem werden in der Großeislinger Straße in Göppingen und in Geislingen schrittweise weitere Container aufgestellt, um die Annahmepalette dort analog dem Wertstoffzentrum am Müllheizkraftwerk zu erweitern. Die so aufgewerteten Plätze sind damit im Landkreis als weitere Wertstoffzentren wichtige Bausteine zur Vermeidung von Restmüll. 

Zur Unterstützung des kreiseigenen Personals soll auf den drei Plätzen als Integrationsmaßnahme jeweils ein Flüchtling für 30 Stunden pro Woche zum Einsatz kommen. Der Betriebsleiter des AWB, Dirk Hausmann, hat den ersten neuen freiwilligen Helfer, Herrn Fred Oluwole aus Nigeria, nun offiziell begrüßt und ihm für seinen beruflichen Einstieg im Landkreis alles Gute gewünscht. Herr Oluwole übernimmt im Rahmen einer vom Bund bis Ende des Jahres 2020 geförderten Flüchtlingsintegrationsmaßnahme (FIM) Tätigkeiten wie das Sauberhalten des Platzes oder hilft den Bürgerinnen und Bürgern beim Entladen sperriger Wertstoffe. Die Teilnahmedauer ist pro Person auf maximal sechs Monate befristet, so dass regelmäßig neue Helfer kommen können. 

Hintergrundinformation zu FIM:

Teilnehmen können an einer FIM nur volljährige Flüchtlinge ohne Vollzeitschulpflicht, sofern sie nicht aus einem sicheren Herkunftsstaat (alle Staaten der Europäischen Union, Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik Montenegro, Senegal sowie Serbien) stammen, nur geduldet bzw. vollziehbar ausreisepflichtig sind. Ziel ist es dabei, die Zeit für die Flüchtlinge bis zur Entscheidung über deren laufende Asylanträge durch sinnvolle und gemeinnützige Beschäftigung zu überbrücken. Auch sollen sie die deutsche Sprache lernen und sich mit den Grundregeln des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland vertraut machen. Als Aufwandsentschädigung erhalten die teilnehmenden Personen 0,80 Euro pro Stunde. Das so erzielte Einkommen wird nicht auf die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz angerechnet, umgekehrt besteht für die Personen eine Teilnahmeverpflichtung an einer FIM.

 

 

 

 

 

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