Das Wertstoffzentrum kann auch anders: Kultur statt Entsorgung

Postdramatisches Theater am 28. und am 29. Juni

25.06.2019

Fast jeder kennt das Wertstoffzentrum beim Müllheizkraftwerk als eine der ältesten Recycling-Einrichtungen des Landkreises. Hier kann man unter anderem Wertstoffe und ausgediente Elektrogeräte abgeben oder auch Sperrmüll, wenn’s mal pressiert mit der Entsorgung.

Am Wochenende 28./29. Juni zeigt sich das Wertstoffzentrum von einer ungewohnten Seite - es wird zur Theaterbühne. Aufgeführt wird DAS WEISSE ENDSPIEL nach Anregungen des Künstlerkollektivs Hofmann&Lindholm und Texten von Samuel Beckett. Dessen Überlebensdramen sind die Basis für diese Tragikomödie. Beckett hat sich in seinen Texten mit Extremsituationen und dem Absurden der menschlichen Existenz auseinandergesetzt, mit der Sehnsucht nach Sinn und menschlicher Nähe. Die Unmöglichkeit von Verständigung und die Ausweglosigkeit der gezeigten Situationen sind verstörend, aber bei aller Tragik auch lustig.

Das Ensemble setzt sich aus Klientel und Mitarbeitern des Vereins „VIADUKT Hilfen für psychisch Kranke e. V.“ zusammen. Der Regisseur Thomas Faupel, der im Kreis Göppingen seit 15 Jahren Theaterprojekte mit Amateurschauspielern organisiert, sagt zum Konzept: „Die Idee für den Aufführungsort entsprang meiner Beobachtung, dass Wertstoffzentren immer auch schon inszenierte Territorien sind, da sie bestimmten Ordnungskriterien und Abläufen Rechnung tragen. Beckett verlangt für das ENDSPIEL ein Bühnenbild, das dazu gut passt.“

Die Aufführungen beginnen jeweils um 19 Uhr, Einlass ist um 18:30 Uhr
Der Eintritt kostet 10 Euro, ermäßigt 7 Euro
Reservierungen unter 07161 656160

 

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