Grüngut in Rechberghausen wird abgefahren

Zur Vermeidung weiterer Geruchsprobleme wurde bei einem Vor-Ort-Termin am Grüngutplatz vom Abfallwirtschaftsbetrieb die Komplett-Räumung, d. h. das komplette Abfahren des vorhandenen Materials vorgeschlagen.

27.11.2018

Seit September kam es in Rechberghausen nahezu täglich zu unangenehmen süßlichen Vergärungsgerüchen durch den Grüngutplatz am Abzweig nach Adelberg. Als Grund dafür führt der AWB den in diesem Jahr durch die lang anhaltende Trockenheit verursachten erhöhten Anfall von Fallobst an. Um die betroffenen Grundstückseigentümer zumindest bei der Entsorgung zu unterstützen, wurden, wie auch in den Vorjahren, die Grüngutplätze im Landkreis für verdorbenes Obst geöffnet. „So viel Obst wie dieses Mal hatten wir aber noch nie” bestätigt Betriebsleiter Dirk Hausmann die Situation. Insbesondere aus den Schurwaldgemeinden kamen ungewöhnlich große Mengen von diesem Material. 

Die verfaulenden Äpfel führen dazu, dass es nicht nur beim Umsetzen der Kompostmieten, sondern auch durch die ruhenden Mieten zu Geruchsproblemen kommt. In den vergangenen Wochen versuchte der AWB das Problem mit verschiedenen Maßnahmen in den Griff zu bekommen, leider blieb der erhoffte Erfolg bisher aus. Bürgermeisterin Claudia Dörner kann die massive Kritik aus der Bevölkerung gut nachvollziehen: „Es gibt nahezu keinen Tag, an dem der Geruch des Grüngutplatzes nicht wahrzunehmen war und immer noch ist. Diese Situation ist nicht länger hinnehmbar und es muss unverzüglich eine Besserung für unsere Bürgerinnen und Bürger eintreten!” 

Mit diesem Problem soll es in Kürze nun endgültig vorbei sein. Der AWB sagte der Gemeinde bei einem Vororttermin zu, das komplette Material ab Dienstag den 27.11. abfahren zu lassen. Die Aktion wird voraussichtlich Mitte kommender Woche abgeschlossen. In dieser Zeit kann es nochmals zu vermehrten Geruchsproblemen kommen.   

Auch wenn derzeit nur noch minimale Fallobstmengen angeliefert werden, wird die Annahme auf dem Grüngutplatz Rechberghausen ab sofort eingestellt. Für das nächste Jahr ist der AWB bereits am Erarbeiten eines anderen Entsorgungsweges für Fallobst. Angedacht ist die künftige Verwertung in landwirtschaftlichen Biogasanlagen.

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