Arbeitsgruppen mit konkreten Themen am 19. April gestartet

MHKW-Arbeitsgruppen erfolgreich gestartet 

Nach der Auftaktveranstaltung am 22. Februar hatten sich im Zusammenhang mit der geplanten Vertragsänderung zwischen dem Landkreis und dem Betreiber des Müllheizkraftwerkes, der Firma EEW Energy from Waste Göppingen GmbH, drei Bereiche herauskristallisiert, die den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Anliegergemeinden besonders wichtig sind. Diese betreffen die Themen Immissionen/Gesundheit, Vertragsbestimmungen und Abfallwirtschaftskonzeption des Landkreises.

Knapp 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Gemeindevertreter, Kreisrätinnen und Kreisräte, Kreisverwaltung, Betreiber und Gutachter kamen am 19.04.2018 auf Schloss Filseck zusammen, um die teils strittigen Positionen nochmals darzulegen, noch offene Fragen zu klären und nach möglichen Annäherungen zu suchen. Zielsetzung des ersten Abends war es, die konkreten Fragestellungen zu benennen, an denen im weiteren Verlauf gemeinsam gearbeitet werden soll.

Am Ende des Prozesses soll eine gemeinsame Empfehlung an den Kreistag stehen, der im Herbst über die Vertragsanpassung zu beschließen hat.

Moderator Helmut Bauer vom Umweltforschungsinstitut Tübingen gab den Gruppen einige Verhaltensregeln wie Respekt vor anderen Meinungen, Sachlichkeit, Konzentration auf das Wesentliche, Offenheit und Flexibilität mit auf den Weg. Auch für die Arbeitsabläufe wurde nur eine grobe Orientierung vorgegeben. So bestimmte beispielsweise jede Gruppe selbst Personen, die die Aufgaben von Zeitwächtern und Schiedsrichter übernahmen und darauf achteten, dass der rote Faden auch in hitziger Diskussion nicht verloren geht.

Die Gruppengrößen mit jeweils knapp 20 Personen sowie das jeweilige Verhältnis von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Kreisrätinnen und Kreisräten, Vertretern der EEW und der Verwaltung waren ausgewogen. Für die Erarbeitung der Themenschwerpunkte und Zusammenfassung auf Stellwänden nahmen sich die Gruppen etwa eine Stunde Zeit. Das von Moderator Helmut Bauer anschließend abgefragte Stimmungsbild wurde von allen Teilnehmern als sachlich, konstruktiv und zielorientiert bewertet, auch wenn sich bei einzelnen Teilnehmern größere Interessensunterschiede nicht verbergen ließen. Emotionale Diskussionen und respektvoller Umgang schlossen sich jedoch nicht aus, so dass nunmehr die Weichen für die weitere Arbeit gestellt wurden.

 

 

 

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