Bürgerdialog zur Zukunft der Abfallwirtschaft im Landkreis Göppingen

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind am 18. Februar um 17 Uhr ins Kreissparkassenforum eingeladen

Bürgerinformation 2018 im Kreissparkassenforum

Seit Sommer letzten Jahres wird im Fachausschuss für Umwelt und Verkehr über die Neukonzeption der Abfallwirtschaft im Landkreis Göppingen ab dem Jahr 2022 beraten. Im März soll der Kreistag darüber abschließend beschließen und damit für die nächsten Jahrzehnte die Weichen zu einer modernen Abfallwirtschaft stellen. Dieser Prozess wird von Beginn an wissenschaftlich begleitet vom renommierten Institut für Abfall, Abwasser und Infrastruktur-Management GmbH aus Ahlen (INFA). Bei der Neuausrichtung werden alle wichtigen Bereiche der Abfallwirtschaft auf ihr Optimierungspotential und mögliche Wechselwirkungen untereinander untersucht: 

Leerungshäufigkeit der Restmülltonnen
Derzeit haben die Landkreisbewohner die Wahl zwischen der 14-täglichen und der 4-wöchentlichen Leerung. Bei 4-wöchentlicher Bereitstellung der Restmülltonne sind das 13 Leerungsvorgänge im Jahr. Nach der neuen Konzeption errechnet sich die Gefäßgebühr aus der Häufigkeit der tatsächlich beanspruchten Leerungen. Allerdings wird bei der Müllgebührenbemessung eine Mindestanzahl von 10 Leerungen im Jahr zugrundegelegt. 

Restmülltonnen
Die Behälter werden statt mit einer Müllmarke künftig mit einem elektronischen Chip ausgestattet, der die Leerungen zählt. Dazu werden die Abfallbehälter ab 2022 vom Abfallwirtschaftsbetrieb ausgegeben und bleiben in dessen Eigentum. Zusätzlich wird eine weitere Tonnengröße mit 60 l angeboten. 

Sammlung und Verwertung der Küchenabfälle
Der Biobeutel soll vorerst beibehalten bleiben. In Kombination mit den geplanten Maßnahmen bei Gebührengestaltung und Behältervolumina beim Restmüll soll die vom Umweltministerium gefordert Mindestmenge von 25 kg Küchenabfälle pro Einwohner und Jahr erreicht werden. Gelingt dies nicht, wird die Biotonne ab 2024 eingeführt. 

Weitere Wertstoffe und Sperrmüll
Weitere Änderungen bei den Wertstoffen werden vorgeschlagen, in die die Ergebnisse der letzten Onlineumfrage einfließen. So würde das Angebot einer kreiseigenen Papiertonne dazu beitragen, noch mehr Papier zu erfassen und damit Verwertungserlöse in den Gebührenhaushalt zu bekommen. Beim Sperrmüll wird vorgeschlagen, diesen alternativ zur Abholung auch kostenlos in den Wertstoffzentren anzunehmen. 

Die Beratungsunterlage (BU) zur Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses am 5. Februar 2019 enthält weitere Informationen zu den geplanten Änderungen. Sie kann hier eingesehen werden.
 

https://www.awb-gp.de/